Neue Studie sieht großes Potenzial für Biokraftstoffe

12.12.2025
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Der Kompensationsanbieter atmosfair und das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) haben eine neue Studie zur Verfügbarkeit von Restbiomasse vorgestellt. Untersucht wurde insbesondere das vorhandene Potenzial in Entwicklungsländern und die umwelt- und sozialverträgliche Nutzung dieser Biomasse für erneuerbare Technologien. Im Ergebnis würde die heute ungenutzte Restbiomasse selbst bei strengen Nachhaltigkeitskriterien ausreichen, um über Bio-SAFSAFSustainable Aviation Fuels Oberbegriff für nachhaltige Flugkraftstoffe 20 % des Treibstoffbedarfs der globalen Luftfahrt abzudecken. Bei der untersuchten Biomasse handelt es sich zum Beispiel um Reststoffe aus dem Ackerbau, der Holzwirtschaft oder der Abwasseraufbereitung.

Die Autoren der Studie haben dabei einen besonderen Fokus auf die Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Rohstoffquellen gelegt. So wurde nur Restbiomasse betrachtet, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungsproduktion steht. Auch Reststoffe, die wieder in der Landwirtschaft eingesetzt werden können, sowie Biomasse aus Energiepflanzen, der Futtermittelproduktion und Plantagenwäldern wurden ausgeschlossen. Laut der Studie würden in den Ländern des globalen Südens nach Anwendung dieser Nachhaltigkeitskriterien weiterhin etwa 400 Millionen Tonnen Restbiomasse zur Verfügung stehen, die umwelt- und sozialverträglich genutzt werden können.

Bislang werden diese Reststoffe nicht genutzt, verrotten oftmals oder werden verbrannt. Die Hoffnung der Studienautoren ist, dass durch Nutzung dieses Potenzials nicht nur der globale CO2-Ausstoß reduziert werden kann, sondern auch die lokale Wertschöpfung in den Ursprungsländern gestärkt werden kann.

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