SAF-Nutzung in Europa übertrifft erste EU-Quoten
Der Einsatz von nachhaltigen Flugkraftstoffen (SAF) hat im ersten Jahr die verbindlichen Vorgaben der EU zur SAF-Nutzung übertroffen. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht der EASA hervor. Demnach wurden an EU-Flughäfen insgesamt 39,3 Millionen Tonnen Flugkraftstoff getankt, darunter 1,1 Millionen Tonnen SAF. Damit lag der SAF-Anteil bei 2,79 Prozent und somit deutlich über der vorgeschriebenen EU-Quote von 2 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die bereitgestellte SAF-Menge mit Einführung der EU-Quote stark gestiegen: Während 2024 noch 193.000 Tonnen gemeldet wurden, waren es 2025 bereits rund 1,1 Millionen Tonnen. SAF wurde an 121 Flughäfen in allen 27 EU-Mitgliedstaaten getankt. Nach Berechnungen der EASA konnten dadurch rund 3,77 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Vergleich zu fossilem Kerosin vermieden werden.
Der Bericht sieht die Produktionskapazitäten auf Kurs, um das nächste Ziel der ReFuelEU-Verordnung von 6 Prozent SAF-Nutzung im Jahr 2030 zu erreichen. Unsicherheiten bestehen jedoch beim Markthochlauf von eSAF, für das zukünftig eine eigene Unterquote gilt. Die EASA geht nicht davon aus, dass 2030 genug eSAF für diese Quote zur Verfügung stehen wird. Derzeit warten in der EU etwa 50 Projekte für PtL-Anlagen auf eine finale Investitionsentscheidung. Aktuell werden SAF vor allem aus Altspeiseölen hergestellt, weitere Rohstoffe sollen jedoch zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Weiterführende Informationen:
Pressemitteilung European Union Aviation Safety Agency (englisch)
Mehr zum Thema auf dem Klimaschutzportal:
Wie kann die Markteinführung alternativer Kraftstoffe gelingen?