Aktionsprogramm für strombasierte Brennstoffe vorgelegt

10.07.2019
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Bundesumweltministerin Svenja Schultze hat am Mittwoch ein Aktionsprogramm des Bundesumweltministeriums (BMU) für den Einsatz strombasierte Brennstoffe (Power-to-X) vorgelegt. Darin formuliert das Ministerium erste umweltpolitische Leitplanken für den Einsatz der zukunftsweisenden Technologie. Laut Schulze werde Power-to-X einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Denn in Verkehrsbereichen wie der Luft- und Schifffahrt, in denen es auch künftig schwierig sein wird, Ökostrom direkt zu nutzen, würden strombasierte Kraftstoffe eine zentrale Rolle spielen. Daher werde sich das Bundesumweltministerium für den Know-How-Transfer in diesem Feld einsetzen und die Unternehmen bei der Entwicklung der Technologie unterstützen, so die Ministerin.

Das BMU-Aktionsprogramm besteht aus vier Elementen. Zum einen soll die Vernetzung relevanter Akteure gefördert werden. Dazu wird noch in diesem Herbst ein Stakeholder-Dialog PtX initiiert, der die wesentlichen Akteure zusammenbringt. Als zweite Maßnahme sollen weiterhin Modellprojekte gefördert und Machbarkeitsstudien erstellt werden. Damit wird der Bau und Betrieb von PtX-Anlagen stärker unterstützt. Darüber hinaus ruft das BMU ein PtX-Kompetenzzentrum mit Sitz im Land Brandenburg ins Leben. Dieses wird sich mit den Nachhaltigkeitsanforderungen sowie den klimapolitisch optimalen Einsatzmöglichkeiten der Technologie beschäftigen.

Im vierten Punkt geht es um die internationalen Kooperationen, die für die Herstellung und Marktreife der Technologie entscheidend sind. Für den Ausbau der internationalen PtX-Aktivitäten gründet das BMU in Berlin ein PtX-Sekretariat, das unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) potentielle Kooperationspartner identifizieren soll.

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